ohne Titel

Die Installation wird von einer schwebenden Wand in zwei Räume geteilt. Im ersten Raum findet man einen leicht angehobenen Sockel, auf dem ein rundes, scheinbar leeres Glas steht. Seine Wand ist mit den Ablagerungen vergangener Wasserstände gezeichnet. Unter dem Sockel breitet sich eine Pfütze aus. Neben dem Sockel sagt ein kleines Schild »bin nicht da, bin Quallen filmen an der Ostsee«. Gewesenes, Werdendes und das sich in der Vorstellung Auflösende werden durch den Sockel verhandelbar. Im zweiten Raum hat die Qualle ebenfalls einen, sich verdoppelnden, Auftritt. In einer auf die Strukturen der Koralle zurückgehenden Metallkonstruktion sind verschiedene Glaskörper inszeniert, die als Membranen zwischen ineinandergestülpten Innen- und Außenräumen agieren. Wie bei einer formalen Untersuchung werden Raumkonstellationen angedeutet. Darüber schwebt die Projektion einer filmisch umkreisten Wasseroberfläche. Eine Qualle ist einziger Statist in dem schwindelerregenden Kreislauf. Immer wieder schneidet die Wasseroberfläche das Bild und kippt zwei verschiedene Räume, Luft und Wasser, kopfüber, kopfunter ineinander.