Luk-Onion-Zwiebel

»Luk-Onion-Zwiebel« erzählt von der Arbeit des Raumpflegers Ratko in einem Bürokomplex. Es entspinnt sich ein wahnwitziger Dialog mit den täglichen Hinterlassenschaften der abwesenden Benutzer der Büros. Die fiktiven Büroangestellten bevölkern als Geister der New Economy sein Hirn und den Film – werden zu Protagonisten und Aggressoren. Parallel dazu begegnen wir Andre, Ratkos Sohn, der unter Paranoia leidet. Der Schwerpunkt der zweiten Erzählung liegt auf dem Phantom, einem fiktiven Verbrecher, sowie auf Andres Reflexionen zu diesem Phänomen. Die beiden Darsteller sind Koautoren des Buches und spielen sich selbst. Die dritte Erzählung handelt von Yuri, einem jungen Mann, Freund von Ratko und Andre. Er glaubt, der wieder auferstandenen Janis Joplin begegnet zu sein, was ihn zu deutlichen Worten zwingt.

Karl-H.-Ditze-Diplompreis 2005, 1. Preis