»Ich gehe und schaue weiß nicht, was mich erwartet, wenn ich mit dem Fotoapparat den Weg in einer Landschaft beginne. Es sind kleine Überraschungen, leichte Ungereimtheiten, die mich auffordern zu halten. Lange suche ich den richtigen Ausschnitt. Ich habe den Eindruck, versteckten Fragezeichen auf der Spur zu sein, und ich muss sorgsam damit umgehen, damit sie mir nicht entkommen.
Wenn das entwickelte Foto eine leichte Beunruhigung in sich trägt, ist es mir gelungen. Denn letztendlich bin ich ratlos vor Hügeln, Feldern, Bäumen, Bergen, vor all dem, was Landschaft ausmacht. Es ist, als würde mich das Umgebende mit unterschiedlichen Sprachen ansprechen, die ich nur bruchstückhaft verstehe.« (Aus dem theoretischen Teil der Diplomarbeit)
In meinen Fotografien verliert die Landschaft an repräsentativer Funktion, ihr Anblick ist nicht von Dauer. Das Flüchtige, das Kurzlebige, das sich Verändernde der Landschaft stehen im Mittelpunkt und da es keinen Stillstand gibt, stellt jedes Ausgesagte auch sich in Frage.